Museen & Ausstellungen

heimatloser100 Jahre Tiroler Genbank

Ausstellungen zu gestalten bedeutet:

Information, Inspiration & Konzeption

  • Abklären aller wichtigen Eckpunkte bei Treffen mit Vertreter*innen aus dem Team
  • Besprechung Konzeptpapier und Objektliste
  • eigene Recherche im Bereich Alltagskultur, Farbwelten, Grafikdesign, Architektur, Mode, Materialien, etc.
  • Gesamtkonzept erstellen für Ausstellungsgrafik und -gestaltung, Wegeführung im Museum
  • bei Betriebsmuseen: Erstellen eines Corporate Designs und Logos für die Ausstellung
  • Kommunikationsdesign (Plakate, Flyer, etc.)
  • Ausstellungskatalog

Austausch & Zusammenarbeit

  • Jeder Museumsraum und jedes Objekt hat seine Besonderheiten, die nur die kennen, die oft darin und damit arbeiten. Diese wertvollen Informationen sind Grundlage für eine gute Gestaltung.
  • Wertschätzende Kommunikation und ein offenes Gesprächsklima mit Raum für Ideen-Ping-Pong
  • Erstellen von Arbeitsplänen, Koordination zwischen den Teammitgliedern, etc.

Kreation, Visualisierung & Umsetzung

  • Gestalterischer Fokus auf  Kombination von grafischen Elementen, Typografie und dreidimensionalen Objekten mit einer narrativen Grundstruktur
  • Wieder- bzw- Weiterverwendbarkeit der Elemente
  • vielschichtige und auf mehreren Kommunikations-Ebenen aufgebaute Vermittlung von Inhalten
  • Berücksichtigung der Barrierefreiheit mit gleichzeitiger Aktivierung der Besucher*innen (man darf sich strecken, bücken, suchen …). Nicht alles für alle, dafür für jeden etwas.
  • Visualisierungen von der Skizze bis zu detaillierten Wandabwicklungen
  • Prozessbegleitung bis zur Fertigstellung der Ausstellung

Projekte:

100 Jahre Tiroler Genbank

Land – Sorten – Vielfalt

  • Gestaltungskonzept und grafische Gestaltung der Ausstellung „Land – Sorten – Vielfalt. 100 Jahre Tiroler Genbank“ im Kreuzgang des Tiroler Volkskunstmuseums in Innsbruck
  • Konzipiert als Intervention im TVKM und anschließend Wanderausstellung
  • Corporate-Design für Ausstellung: Logo, Definieren einer Farbwelt, Schriftwahl
  • Bedruckung der Pappelholzplatten mit weißem Unterdruck, so dass Struktur des Holzes noch sichtbar bleibt; Druck: Armin Molitor, Maurach
  • Fokus auf Wiederverwendbarkeit bzw. mögliche Verwertung der Ausstellungsmöbel: umgebaute fahrbare Hochbeete, bestehende Vitrinen
  • Beitrag für Katalog inkl. Auseinandersetzung mit der Fotosammlung des Gründers der Tiroler Genbank Erwin Mayrs
  • Gesamtleitung: Michael Span; Ausstellungsteam: Karl C. Berger, Christian Partl, Clara Horvath, Stefan Markt, Thomas Peham; Mitarbeit: Heidi Kapferer, Jutta Profanter, Klaus Fieg, Team der Werkstatt der Tiroler Landesmuseen u.v.m.
  • Ausstellungstermin: 29.4. bis 30.10.2022 im Tiroler Volkskunstmuseum

ZeMiT

heimat<loser

  • Grafische Gestaltung der Wander-Ausstellung „heimat<loser“
  • Entwicklung eines Sujets für heimat<loser – basierend auf der maschinenlesbaren Schrift der Pässe
  • 10 Grundmodul-Roll-Ups, Plakate, Flyer, Postkarten, Inserate, pro Poetry-Slam-Workshop ein weiteres Roll-Up, Plakat-Vordrucke zum Selberbefüllen für die Schulen
  • Hilfestellung bei der Erstellung der Soundcloud-Seite: poetry slam heimat<loser
  • Kurator*innen: Gerhard Hetfleisch, Michaela Nindl und Andrea Possenig-Moser
  • 1. Station der Ausstellung:
    7.–26.10.2021: Tiroler Volkskunstmuseum
    12.10.2021: Eröffnung mit Themenabend: Was ist „Heimat“?
  • 14.10.2021: Präsentation bei der Landtagsenquete  „Auf der Suche nach Heimat. Nostalgisch? Exklusiv? Zukunftsfähig?“,  9:00 bis 17:00 Uhr
Stationen

Die Ausstellung wurde als Wanderausstellung konzipiert und zwischen Oktober 2021 und November 2022 an 10 Plätzen gezeigt. Hier ein paar Impressionen der verschiedenen Schauplätze:

2.–25.11.2021: Landhaus 2 & 1.–22.12.2021: MS Ilse-Brüll-Gasse, Innsbruck

2.11.2021: Eröffnung der Ausstellung mit LR Gabriele Fischer und Wolfgang Meixner

1.–22.12.2021: Poetry-Slam-Workshop mit Martin Fritz und Ausstellung in der Mittelschule Ilse-Brüll-Gasse (aufgrund des Lock-Downs leider nur intern)

28.3.–22.4.2022: CityCenter Wörgl & 9.5.–3.6.2022: IT Mittelschule Imst Oberstadt

Am 28. März wurde im City Center Wörgl die Ausstellung heimat<loser eröffnet – ergänzt um ein weiteres Roll-Up mit Texten der Schüler:innen der BFW Wörgl, die bei einem Poetry-Slam-Workshop mit Martin Fritz entstanden.

Am Foto von vorne li. nach re.: Hanna, Marie (beide BFW Wörgl) und Gerhard Hetfleisch (ZeMiT)
Hinten von li. nach re.: Priska Mey (Verein Tafie), Ines Graus (blickfisch), Klaus Ritzer (Verein komm!unity), Melanie Strasser, Helga Dobler-Fuchs (beide BFW Wörgl), Michaela Nindl (ZeMiT), Kayahan Kaya (Vzbgm. Wörgl, Verein komm!unity) und Klaus Behnke (City Center Wörgl). Gruppenfoto © Mag. Andreas Madersbacher, Stadtgemeinde Wörgl

Nach dem Poetry-Slam-Workshop mit Martin Fritz mit den Schüler:innen der IT Mittelschule Oberstadt fand die Ausstellung in Imst vom 9.5. bis 3.6.2022 statt. Finissage mit Vortrag von Erol Yıldız.

9.–19.6.2022: Rabalderhaus, Schwaz & 24.6.–15.7.2022: MS Längenfeld, Ötztaler Museen

Bei der Kuratorenführung mit Günther Dankl durch die Ausstellung heim@schwaz.at kamen wir auf die heimat<loser Ausstellung zu sprechen und er bot an, dass wir diese dort zeigen könnten. Das ZeMiT nahm dieses Angebot gerne an und so gab es einen spontanen Zwischenstopp in Schwaz.

Am Foto von li. n. r.:

Wilfried Erhard (Schriftführer Rabalderhaus), Andrea Wex (Schriftführer-Stellvertreterin). StRin Viktoria Gruber, Mirjana Stojaković (Geschäftsführerin ZeMiT), Michaela Nindl (Kuratorin heimat<loser, ZeMiT), Ines Graus (blickfisch), Günther Dankl (Chefkurator Rabalderhaus). Gruppenfoto ©Rabalderhaus

Die Ergebnisse des Poetry-Slam-Workshops der MS Längenfeld mit Katrin Rauch wurden im Stadel der Ötztaler Museen ausgestellt. Und auch in diesem Ambiente fügten sich die Roll-Ups gut ein. Fotos ©Ötztaler Museen

20.10.–12.11.2022: MS Wattens im Museum Wattens

Die 9. Station der Wanderausstellung heimat<loser im Museum Wattens: Die Texte kamen dieses Mal von der Klasse 4C der MS Wattens, die mit ihren Lehrpersonen samt Direktor zur Eröffnung erschienen und Kostproben der Texte aus dem Workshop mit Martin Fritz vorlasen. 

Da bei diesem Workshop auch viele tolle Zeichnungen entstanden sind, habe ich sie als Collage auf dem Roll-Up integriert.

18.11.2022: Abschlussfest im Leokino

Am Freitag, 18.11.2022, fand im Leokino in Innsbruck die Abschlussveranstaltung der Wanderausstellung „heimat<loser“ statt.

Vertreter:innen der teilnehmenden Schulen waren gekommen. Einige davon trugen ihre Texte, die bei den Poetry-slam Workshops mit Martin Fritz und Katrin Rauch entstanden sind, auch live auf der Bühne vor. Zudem performten Martin Fritz und Elif Duygu, beide Profis auf diesem Gebiet. Elif war für die Eröffnung des Incontro Film Festivals aus Wien angereist und dankenswerterweise gleich noch geblieben.

Eine der Kuratorinnen und  Organisatorin der Workshops Michaela Nindl gab einen Rückblick auf das Ausstellungsprojekt und ich Einblick in die Ausstellunsgestaltung.

Fotos, außer dem ersten: ©Alena Klinger

Über die Gestaltung

Im Juni 2021 bin ich als Gestalterin zum Kurator:innen-Team des ZeMiT gekommen (Michaela Nindl, Andrea Possenig-Moser und Gerhard Hetfleisch).

Bei der Recherche zur  Gestaltungsidee für die Ausstellung fiel mir die maschinenlesbare Schrift der Pässe auf, die OCR-B. Jedes Zeichen dieser Schrift nimmt gleich viel Platz ein. Diesen immer gleichen Raum, den jeder einzelne Buchstabe braucht, habe ich dann durch Hinterlegung mit Gelb oder Grau sichtbar gemacht. So entstand ein Raster, das flexibel bespielt werden kann und für Roll-Ups, Flyer, Inserate und Plakate zum Einsatz kam.

Im maschinenlesbaren Bereich wird zudem anstelle des Leerzeichens das Kleiner-als-Zeichen verwendet. Im Logo „heimat<loser“ haben wir mit diesem Zufall gespielt und es  als Zeichen für eine Gedankenpause vor „loser“ bzw. [luːzə(r)] genutzt. Das Kuratorenteam einigte sich darauf, bewusst offen zu lassen, wie man den Ausstellungstitel liest. So wie die Ausstellung auch keine Definition für den Begriff „Heimat“ festlegen will, sondern ein Sammlung geworden ist, wie der Begriff Heimat ge- und auch missbraucht wurde und was Heimat heute für Menschen in Tirol bedeutet. Auf dem Roll-Up der BFW Wörgl steht: „Auf jeden Foll ku huamat fi jeden wos ondas sei, do gibs kua richtig und folsch.“

Zum Nachhören

Hier können die Texte nachgehört werden, die bei den Poetry-Slam-Workshops zum Thema Heimat entstanden sind.

Thema der Ausstellung

Text aus dem Folder zur Ausstellung:

„Interviews von Jugendlichen und Erwachsenen sind der Kern der Ausstellung heimat<loser.
Dazu kommt ein historischer Rückblick und politischer Ausblick auf Fragen der rechtlichen Zugehörigkeit zu einer Gemeinde, einem Land. In den Interviews wurden vier Erlebnisweisen deutlich: „Fremde“, „Angekommene“, und „Mehrheimische“ stehen einer Generation gegenüber, die die Frage nach Zugehörigkeit (humorvoll) ad absurdum führt und in einer Realität „nach der Migration“ lebt, in der entweder alle oder niemand „zuagroast“ ist.

Diese persönlichen Erfahrungen werden von einem historischen Rückblick auf Fragen der rechtlichen Zugehörigkeit zu einer Gemeinde, einem Land umrahmt. Vom Heimatrecht führte diese Entwicklung über die zunehmende Nationalisierung ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem „Recht“, das den Massenmord der Nationalsozialisten im Namen der Heimat stützte. Bis heute fußt das Staatsbürgerschaftsrecht in Österreich auf der Frage der Herkunft (nicht des Geburtsortes) und
gilt als eines der restriktivsten in Europa.“

Die Ausstellung heimat<loser wanderte 2021 und 2022 durch Tiroler Gemeinden. Begleitend dazu fanden in Schulen Poetry Slam Workshops zum Thema Heimat statt. Texte und Bilder der Schülerinnen und Schüler flossen in die Wanderausstellung ein. Im Rahmenprogramm bot das ZeMiT Führungen und Workshops für Schüler:innen und Fortbildungen für Lehrende an.

Tiroler Volkskunstmuseum

„Al lavoro!“

  • Gestaltungskonzept für die Sonderausstellung „Al lavoro! Über die Zuwanderung aus dem Trentino im 19. Jahrhundert“ im Rahmen des Euregio-Museumsjahres 2021
  • Entwurf von Schattenfiguren als Audiostation bzw. mit Lesefächern, Litfasssäulen
  • Einsatz von Modulen aus Tempergussregalen für die neun Bereiche mit „befüllbarem Raster“ für Flachware, Objekte und Videostation
  • Idee für „mechanische“ Bereichstexte auf Stoffbahnen zum Selberdrehen
  • Skizze für Protagonist:innenwand mit Porträts der Mitarbeiter aus dem Album der Arlbergbahn und Landkarte mit Steckfähnchen
  • Entwurf Euregio-Sitzmöbel und Kommunikation mit ausführender Firma Cubic
  • Prozessbegleitung bis zum Ausstellungsaufbau
  • Kommunikation mit Grafik, Werkstatt, u.a.
  • Kurator:innen: Karl C. Berger und Antonia Pidner (TVKM), Gerhard Hetfleisch (ZeMiT)
  • Ausstellungsdauer: 13.5.2021 bis 26.10.2021

    Idee Bis Umsetzung

    „Zimmer 3“ im Gasthof Esterhammer

    • Gesamtkonzept sowie Umsetzung für „Zimmer 3. Das kleine Museum im Esterhammer“
    • seit November 2021
    • auf Wunsch Führungen durch die Ausstellung
    • Website: zimmer3.esterhammer.at

    Grafische Umsetzung & Mitarbeit

    Ausstellungsgrafik, externe Kommunikation, Kataloge

    • Mitarbeit an folgenden Museumsprojekten während meiner Tätigkeit im Büro »hœretzeder grafische gestaltung«. Art-Direction, Basis-Design: Kurt Höretzeder.
    • 2010 Schloss Tirol, Meran
      „Johanna von Isser“
    • 2009 Schloss Tirol, Meran
      „Für Freiheit, Wahrheit und Recht“
    • 2007 Hofburg Innsbruck, Alpenverein Österreich „Berge. Eine unverständliche Leidenschaft“
    • 2006 Museum Galerie Schloss Landeck
    • 2005 Kunsthalle Tirol
      Landesausstellung Tirol/Südtirol/Trentino
 „Die Zukunft der Natur“ 

Ausstellungsteil „Das Hotel“ Hall in Tirol

      Ausstellungsgrafik

      Glasmuseum Rattenberg

      • Konzept für Ausstellungsgrafik und Umsetzung
      • grafische Umsetzung der Einreichung für den EU Leader-Wettbewerb, der vom Team Moschig/Wurzer gewonnen wurde
      • Team: Dr. Günther Moschig – Projektentwicklung / Kurator / Texte, Arch. DI Josef Wurzer – Generalplanung / Architektur, Rudi Gritsch – Co-Kurator / Exponatmanagement, Friedrich Biedermann /Andrea Graser – Lichtgestaltung / Konzeption Bergfried, Ines Graus (blickfisch) – Grafik
      • ursprüngliche Planung: Umsetzung ab Mai 2021, Fertigstellung Frühjahr 2023 – aufgrund fehlender Beschlüsse derzeit in der Warteschleife

      Als Ausstellungsgestalterin ist man Teil und oft auch Schnittstelle eines Teams aus Wissenschaftler*innen, Kreativen und Handwerker*innen, aus Menschen die organisieren, mit-denken, anpacken und vor allem zusammen etwas schaffen. Das macht diese Arbeit auch so spannend und abwechslungsreich. Und nebenbei lernt man bei jedem Projekt etwas, von dem man noch nie auf diese Weise gehört hat. Das ist praktisch. Mein Ziel ist es, mit gestalterischen Mitteln den Ausstellungsbesucher*innen diese Inhalte anschaulich, unterhaltsam und nachhaltig näher zu bringen.

       

      Für Klein- und Mittelbetriebe mit Geschichte erstelle ich Konzepte für kleine aber feine Ausstellungen und begleite sie bei der Entstehung und Umsetzung. Jede Unternehmensgeschichte ist einmalig und bietet großes Potential für eine authentische Kunden- und Mitarbeiterbindung und erregt Aufmerksamkeit. Gerne komme ich für ein unverbindliches Beratungsgespräch vorbei.